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Kino | Edgar Hoover

Masken und Make Up können noch so gut sein. Filme in denen junge Darsteller mit künstlichen Kinn- und Augenpartien unter Latexmasken Menschen spielen, die fünfzig Jahre älter als sie sind, können schnell künstlich wirken und langweilig werden. Leonardo DiCaprio als J. Edgar Hoover klingt nach klassischer Schauspieler-Falle. Doch schon nach wenigen Minuten hat man all das, was stören könnte vergessen...


Ebenso überraschend wie Leonardo DiCaprios Porträt des umstrittenen Gründers des FBI ist Clint Eastwoods Regiearbeit. Eine stilles Porträt, denn Eastwood spart spektakuläre Ereignisse wie zum Beispiel die Erschießung des Gangster-Bosses John Dillinger komplett aus und konzentriert sich ganz auf das private Drama, hinter den Kulissen der macht - einen Edgar J. Hoover im Spannungsfeld seiner dominanten Mutter und seiner weitgehend ungelebten Homosexualität...


50 Jahre bleibt J. Edgar Hoover im Amt, Dank seiner legendären Archive vor deren Inhalt jeder neue Präsident der Vereinigten Staaten zitterte...


Irgendwann im Verlaufe des Films mag man ihn beinahe, diesen J. Edgar Hoover. Und das liegt natürlich an Leonardo DiCaprio, dem das Kunststück gelingt diese unsympathische historische Figur über eine Zeitspanne von sechzig Jahren so glaubwürdig lebendig werden zu lassen dass man immer mit ihm fühlt... es ist sein bester Film seit Jahren!


Dafür gibt’s 08 von 10 Pop Corn.

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